Alpenkrimi-Wettbewerb Platz 5: Die letzte Talfahrt
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- Von Uschi Kurz
Ein kleiner Ruck, dann kam der Sessellift mit einem unangenehmen Knirschen zum Stehen. Ein paar mal gab das Stahlseil noch einen quälenden Laut von sich, dann hing der Sessel ruhig und es wurde still. Unheimlich still. Alexander Dallmayer war als letzter Fahrgast eingestiegen. Die anderen Skifahrer waren längst mit der Gondel weg. Kein Wunder, bei dem Tauwetter. Bis ins Tal abfahren konnte man schon seit Tagen nicht mehr.
Alpenkrimi-Wettbewerb Platz 6: Ski Heil!
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- Von c-s jelinek
Ginge der Richter so früh nach Hause, was würde ihn erwarten?
Das Übliche und also nichts, was seinen Weg dorthin vorantreiben könnte. Vielmehr zog es ihn in die Tuchlauben, alte Arkaden im Zentrum, wo die beste Gelateria der Stadt Gefrorenes anbot. Vom Tresen aus beobachtete er die junge Chefin, wie sie zwischen den eng platzierten Tischen hindurchtänzelte. In Caprihosen und mit Pferdeschweif erinnerte sie ihn stets an die junge Caterina Valente. „Come sempre, Signore?“
Alpenkrimi-Wettbewerb Platz 7: Passt schon - den Mörder kennt nur das Murmeltier
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- Von Inken Weiand
„Den hat's derwischt.“ Sepp zuckt etwas gleichmütig mit den Schultern. „Dös war eben einer von diesen Touristen. Die können sich derhalber nicht benehmen am Berg. Passt schon.“
Robert Mayer schaut den urwüchsigen Bergbauern ungläubig an. Der kann doch nicht allen Ernstes finden, dass Touristen eben einfach so krepieren, da oben auf der Alm?
Doch tatsächlich scheint dieser Sepp genau diese Ansicht zu vertreten. Er kratzt sich den Bart, rückt seinen Strohhut zurecht und wendet sich zum Gehen.
Alpenkrimi-Wettbewerb Platz 8: Das Gesicht, das im Schnee tanzt
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- Von Daniel Wehnhardt
'Ich hätte sie nicht gehen lassen dürfen', dachte er. Das war das Erste, das Franz Berck durch den Kopf ging. Ungläubig betrachtete er den leblosen Körper seiner Tochter, der zu seinen Füßen am Ufer des Flusses lag und in den Wellen sanft hin und her trieb. Auf Natalias Stirn klaffte eine zentimeter-große Wunde, aus der Blut quoll. Es färbte des Wasser rot und hinterließ eine Spur, die sich wie ein dünner Faden den Flusslauf hinauf schlängelte.
Alpenkrimi-Wettbewerb Platz 9: Ein einfacher Fall
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- Von Katharina Kutil
Irgendwo müsse man ja einmal anfangen, und sie, sagte Kommissarin Lang und
lehnte sich zurück, fange damit an, dass die Emma und der Gotthard eine Firma
gehabt hätten. Diese Tatsache war nun jedem der Anwesenden hinlänglich geläufig,
zumal alle die Emma und den Gotthard kannten. Wie man auch Komissarin Lang
kannte, immerhin war man seit Jahren im selben Schiclub, wo man erst nur viele
herrliche Wintertage auf Tirols Pisten, später auch Sommertage an den heimischen
Seen verbracht hatte.

























